Verleihung des Niedersächsischen KulturKontakte-Preises 2013

Am Dienstag, den 29. Oktober 2013 hat Staatssekretärin Daniela Behrens aus dem Wirtschafsministerium auf der Preisverleihung im Rittersaal des Schlosses Gifhorn in einem Festakt mit rund 150 Gästen aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien folgende Unternehmen mit dem Niedersächsischen KulturKontakte-Preis 2013 für vorbildliche Kulturförderung ausgezeichnet:

  • Kategorie „Großes Unternehmen“: NDB Technische Systeme, Stade
  • Kategorie „Kleines Unternehmen“: DomainProfi GmbH, Osnabrück.
  • Kategorie „Sparkassen sowie öffentlich-rechtliche Unternehmen und Stiftungen“: Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, Gifhorn
  • Sonderpreis: Oldenburgische Landesbank AG, Oldenburg


Die vier Preisträger erhielten neben einer Urkunde den diesjährigen Holzkunstpreis des Künstlers Jürgen Eimecke aus Hankensbüttel im Landkreis Gifhorn. Die individuell gestalteten Holzskulpturen stellen nach dem Motto des Künstlers: „Möge das Feuer, welches in uns steckt, Kunst zu fördern oder Kunst zu erschaffen, nie erlöschen.“ eine dreigliedrige Flamme dar. Landrätin Marion Lau hat die Holzkunstwerke im Namen des Landkreises Gifhorn gerne gestiftet.

Außerdem wurden die drei Hauptpreisträger im Rahmen des Festprogramms durch einen jeweils ca. 5-minütigen eigens für die Preisverleihung von Herrn Eckhoff und seinem FRI-TV-Team hergestellten Imagefilm geehrt, in dem die besonderen Leistungen der Preisträger in der Kulturförderung anschaulich wurden. Alle drei Filme sind auf unserer Internetseite auf der Seite „Filme“ eingestellt.

Vor der Preisverleihung gab es Gelegenheit, sich vom historischen Kulturgut in Gifhorn beeindrucken zu lassen. Die Führungen in der Schlosskapelle des Gifhorner Schlosses und im Kavalierhaus Gifhorn – Museum für bürgerliche Wohnkultur wurden von den Gästen gerne angenommen. Die Preisverleihung begann mit einem kleinen Sektempfang, bei dem die Möglichkeit bestand, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Kontakte zu vertiefen - frei nach dem Motto: Kultur und Wirtschaft im Dialog.

Nach der herzlichen Begrüßung von Landrätin Marion Lau von unserem diesjährigen Kooperationspartner, dem Landkreis Gifhorn, stellte Staatssekretärin Daniela Behrens die Bedeutsamkeit der Aktivitäten der Initiative der KulturKontakte vor und führte gut gelaunt durch das Programm. Die Staatssekretärin betonte: „Weit verbreitet ist die Ansicht, dass Kulturförderung nur das Sahnehäubchen ist, das man sich in Zeiten defizitärer öffentlicher Haushalte nicht leisten kann. Eine lebendige Kunst- und Kulturszene ist aber gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein wichtiger Standortfaktor und steigert die Lebensqualität im ländlichen Raum.“

Die Preisträger wurden von bedeutenden Laudatoren, Jörg Orlemann Hauptgeschäftsführer der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum für das „Große Unternehmen“, Hans-Georg Sander, Präsident der HWK Braunschweig-Lüneburg-Stade für das „Kleine Unternehmen“, Landrätin Lau vom Landkreis Gifhorn für „Sparkassen und öffentliche Unternehmen“ und von Olaf Kahle, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg für die Sonderpreisträgerin mit anerkennenden Worten besonders gewürdigt.

Zu einem gelungenen Abend trug auch das kulturelle Rahmenprogramm bei. Bereits während des Empfangs und am Anfang des Festprogramms erheiterte das Kabarettetisten-Team FOOLTOOL als Hausmeister Manni und Putzfee Gerda die Gäste und sorgte für Sauberkeit und Ordnung. Begeistert hat die Anwesenden die junge Studentin und Konzertpianistin Thi Minh-Thi Do mit drei virtuos gespielten Klavierstücken von Chopin und Granados. Sie wurde mit stürmischem Beifall bedacht.

Im Anschluss an den offiziellen Teil haben sich die Gäste aus den unterschiedlichen Bereichen von Wirtschaft, Kultur und Politik bei einem kulinarischen Imbiss mit anregenden Gesprächen ausgetauscht. Viele schöne Fotos von der Preisverleihung können Sie sich auf der Seite Fotogalerie ansehen.

Der KulturKontakte-Preis wird 2013 im zehnten Jahr an Unternehmen vergeben, die mit nachahmenswerten Ideen Kunst und Kultur in Niedersachsen fördern. Maßgebliche Kriterien für den Preis sind Innovation, Kontinuität in der Kulturförderung, Verankerung in der Unternehmenskultur und Einbindung der Mitarbeiter. Er richtet sich auf Erfindungsreichtum und Mut zur Kooperation. Das Engagement vieler Unternehmer ist unter anderem darin begründet, dass eine lebhafte Kunst- und Kulturszene ein wichtiger Standortfaktor für das Unternehmen ist und gleichzeitig auch einen wichtigen Marketingfaktor darstellt.


Preisträger 2013:

Kategorie „Großes Unternehmen“
NDB Technische Systeme, Stade

NDB ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit rund 450 Mitarbeitern an den Standorten Stade, Schwerin und Berlin im Bereich Elektrotechnik, Bautechnik und Energie. Das Unternehmen setzt sich seit Jahren für kulturelle Projekte in Stade ein. So spendete NDB zum 50-jährigen Firmenjubiläum der Hansestadt Stade die Skulptur „Vergessen“ von Rainer Fürstenberg für den Rathausplatz.
Seit vielen Jahren verknüpft die Geschäftsleitung in vorbildlicher Weise ihr Engagement mit der Unternehmenskultur und bindet regelmäßig die Mitarbeiter in Projekte ein. Neben einer direkten finanziellen Förderung werden immer wieder Lehrlingsprojekte für kulturelle Einrichtungen durchgeführt. Hierbei stellt die Firma den Kulturinstitutionen ihr Knowhow
sowie Sachleistungen zur Realisierung schwer finanzierbarer Objekte zur Verfügung. Die Umnutzung der Seminarturnhalle Stade in ein Kulturzentrum sowie die Wiedernutzbarmachung des Cosmae-Kirchturmes für die Öffentlichkeit sind Beispiele hierfür. Durch die Firmenzeitung werden die Mitarbeiter über die kulturellen Aktivitäten und Angebote regelmäßig informiert. In der Kommunikation mit Geschäftskunden nehmen Ausstellungsbesuche und exklusive Veranstaltungen in den Stader Museen ebenso wie die Seminarveranstaltungen im Schloss Agathenburg, für das das Unternehmen Zustifter ist, eine wichtige Rolle ein.
Die Geschäftsleitung sieht neben ihrer gesellschaftlichen Verantwortung Kunst und Kultur als idealen Ausgleich zum nüchtern technisch geprägten Geschäftsmittelpunkt. Zurzeit präsentiert das Unternehmen eine Ausstellung des Künstlers Arno C. Schmetjen, der im Besonderen durch die Verwendung des Kohlefaserverstärkten Kunststoffes bekannt
geworden ist.

Ansprechpartner:
Helge Geier,
Tel. (0 41 41) 5 23 - 01, helge.geier@ndb.de


Kategorie „Kleines Unternehmen“
DomainProfi GmbH, Osnabrück

Herr Martin Steinkamp ist Internetunternehmer und Eigentümer einer weiträumigen Kinopassage mit angrenzenden Liegenschaften. Als Ende des Jahres 2010 die Werkstatt der Musik&Kunstschule der Stadt Osnabrück aufgrund von Mängeln im Brandschutz und fehlender Fluchtwege geschlossen werden musste und keine neuen geeigneten Räumlichkeiten gefunden wurden, erwies sich Herr Steinkamp als Retter in der Not. Er hat eine ehemalige Autowerkstatt aufwendig saniert, den energietechnischen und barrierefreien Bedürfnissen der Kunstschule angepasst und dieser als Atelier angeboten. Mit der Kunstschule wurde ein weit unter dem Marktwert liegender Mietpreis vereinbart und nach einem Jahr ohne Werkstatt konnten Kinder, Jugendliche, Erwachsene und die Dozenten die neue Werkstatt mit einer feierlichen Eröffnung in Betrieb nehmen.
Als Vorstandsmitglied des Vereins „Abenteuer Kunst e.V.“, der durch das Projekt „Kunstschule 2020“ des niedersächsischen Kultusministeriums gegründet wurde, und wegen des Besuchs der Kunstschule durch seine Kinder ist Herr Steinkamp ständig mit der Entwicklung der Kunstschule befasst. Die Bedeutung der Initiative von Herrn Steinkamp wird vor dem Hintergrund deutlich, dass der neue Standort der Kunstschule im Fördergebiet „Soziale Stadt“ mit besonderem Förderbedarf liegt. Die Nachbarschule der Kunstschule weist einen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund von über 85 Prozent aus. Hierauf hat die Kunstschule seit dem Einzug reagiert, so z.B. mit Angeboten im Rahmen der Regionalen Mitmachtage des niedersächsischen Sozialministeriums. Die Kunstschule war zudem unter anderem Treffpunkt für den „Runden Tisch Rosenplatz“ und das offizielle Stadtteilforum der Stadt. Mit der Bereitstellung und der Sanierung der Werkstatt hat Herr Steinkamp nicht nur der Kunstschule eine neue Heimat verschafft, sondern auch diesem problematischen Wohnquartier und den hier wohnenden Kindern und Jugendlichen einen fördernden Dienst erwiesen.

Ansprechpartner:
Martin Steinkamp,
Tel. (05 41) 4 06 93 00, steinkamp@domainprofi.de


Kategorie „Sparkassen sowie
öffentlich-rechtliche Unternehmen und Stiftungen“
Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, Gifhorn

Mehr als jeder zweite Einwohner des Landkreises Gifhorn und der Stadt Wolfsburg kommt zu den mehr als 40 Filialen der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, wenn ihn finanzielle Fragen, Pläne und Wünsche bewegen. Als bevorzugter Partner der heimischen Betriebe und des Mittelstandes setzt sich die Sparkasse für Wachstum und Wohlstand ein – und für eine hohe Lebensqualität vor Ort.
Die Sparkasse engagiert sich vielfältig in der Kulturförderung. Neben Bildung, Sport undUmwelt liegt der Sparkasse ein hochwertiges, facettenreiches kulturelles Angebot besonders am Herzen. Besonderes Kennzeichen ist das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Selbst konzipierte Veranstaltungsreihen gehören ebenso dazu wie gemeinsam mit Partnern getragene Projekte. Das Kabarett-Festival „Heiße Kartoffeln“ ist ein Beispiel dafür. Seit zehn Jahren bieten die sechs größten Kulturvereine des Landkreises gemeinsam mit der Sparkasse an sechs Spielorten Kabarett vom Feinsten – komprimiert in zwei bis drei Herbstwochen. Etliche tausend Zuschauer haben dem Festival längst zu überregionaler Bedeutung verholfen.
Gemeinsam mit der Bürgerstiftung Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg und der Kultur- und Sozialstiftung des Unternehmens hat sich der Finanzdienstleister auf die Fahnen geschrieben, kulturelle Projekte und Ideen zu fördern und Räume für kulturelle Begegnungen zu schaffen. Zum Beispiel Momente der besonderen Art, wenn das Tanzende Theater Wolfsburg zum Dank für langjährige Unterstützung spontan die Kassenhalle einer Filiale vor den Augen der Kunden zur Bühne macht.

Ansprechpartnerin:
Alexa von der Brelje, Unternehmenskommunikation
Telefon (0 53 71) 8 14 – 8 83, a.v.d.brelje@spk-gifhorn-wolfsburg.de


Sonderpreis
Oldenburgische Landesbank AG, Oldenburg

Die Oldenburgische Landesbank AG (OLB) ist die größte private Regionalbank Deutschlands – gemessen an Bilanzsumme, Mitarbeiterzahl und Filialnetz. Das Geschäftsgebiet mit mehr als 170 Niederlassungen erstreckt sich zwischen Weser, Ems und Nordsee. Im Nordwesten übernimmt die OLB seit 1869 gelebte gesellschaftliche
Verantwortung für die Menschen und die Region Weser-Ems – ob lokal, regional, finanziell oder ideell.
Ihr Engagement zeigt die Regionalbank auf vielfältige Art. Insgesamt werden rund 300 Aktivitäten pro Jahr unterstützt und in der Förderbroschüre „Für die Menschen – Unsere Förderprojekte“ dokumentiert. Durch den gezielten Einsatz profitiert die gesamte Region – große, überregional bekannte Veranstaltungen werden genauso unterstützt wie zahlreiche kleinere Projekte mit innovativem und gemeinnützigem Charakter. Der Beitrag für die Kulturarbeit ist dabei ein besonderer Baustein. Kulturförderung ist ein Thema, dem sich die Regionalbank aus Leidenschaft und Tradition widmet. Einerseits geht es darum, das kulturelle Gedächtnis zu bewahren und Kulturschätze in der Region zu fördern. Andererseits möchte die OLB die Menschen durch Kultur inspirieren, das Bewusstsein für Kulturgüter stärken und gerade der jungen Generation kulturelle Werte vermitteln.
Besonders die vielen langjährigen Partnerschaften bauen auf das Vertrauen und die Nähe zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und führen zu positiven Reaktionen der Kunden. Die von der Regionalbank geförderten Projekte beleben die Region Weser-Ems und leisten gleichzeitig ihren wichtigen Beitrag zu einer hohen Lebensqualität.

Ansprechpartnerin:
Britta Silchmüller, Leiterin Unternehmenskommunikation
Telefon (04 41) 2 21 - 12 13, britta.silchmueller@olb.de

Weitere Fotos von der Preisverleihung können Sie sich auf der Seite "Fotogalerie" links auf unserer Internetseite ansehen.


Einladungsflyer
zur
Verleihung des KulturKontakte-Preises 2013

Hier können Sie sich die Einladung als PDF herunterladen:

Einladung